7 Tipps für einen gelungenen Junggesellenabschied – MANN.TV

Der JGA – eigentlich soll er ein „Ereignis“ sein. Oft aber verkommt er zum lahmen Standard-Besäufnis. Damit genau das nicht passiert, hier die wichtigsten Tipps.
„Ich hätte dich gern als Trauzeuge“. Mit diesen Worten beginnt für viele Männer ein Martyrium. Nein, nicht weil sie nicht mit am Altar stehen wollen, sondern weil der Trauzeuge klassisch derjenige ist, der auch den Junggesellenabschied organisieren muss. Typische Nummern wie „wir fahren nach Köln, saufen und der Bräutigam muss im Kostüm Schnäpse verkaufen“ sind mittlerweile in jeder Fußgängerzone zu anzutreffen – für ein Highlight wie den Rambo-JGA[1] muss man da schon kreativer sein. Doch auch der Mittelweg funktioniert. Und nach dem folgenden Artikel kennst Du die wichtigsten Grundregeln, um für jeden Charakter einen JGA de Luxe planen zu können.

1. Know your enemy

In den meisten Fällen ist der Trauzeuge der allerbeste Kumpel des Bräutigams. Doch sofern er das nicht schon seit Grundschultagen ist, gibt es dicke Lebenslauf-Lücken, in denen man kaum Wissen über seinen besten Freund hat. Das bedeutet, man muss sich direkt an die Informationsquelle begeben, und zwar seine Eltern und die zukünftige Ehefrau:

  • Gibt es Dinge, auf die er als Kind total abfuhr?
  • Für welche Promi-Dame schwärmte er als Teenager?
  • Welche Filme/Serien (und deren Helden) liebte er früher?
  • Was ist sein absolut geheimster Wunsch?

Nicht alles davon lässt sich für den JGA verwerten, denn seien wir ehrlich: Selbst wenn der Bräutigam als Kind einer großer Marshall Bravestarr war, wäre es ein wenig schwierig, das sinnvoll unterzubringen. Aber wenn es eine richtige Leidenschaft gab oder immer noch gibt, sollte diese im JGA Platz finden.

2. Stell das Feier-Team zusammen

Es gibt nur einen besten Freund – aber zahlreiche Kumpels. Und persönliche Animositäten haben hier nichts verloren. Wen der Bräutigam richtig gut leiden kann, der wird eingeladen, ganz gleich ob der Trauzeuge ihn mag oder nicht. Aber: Es werden ausschließlich Leute ins Team gelassen, mit denen der Bräutigam wirklich feiern kann – der Cousin dritten Grades oder so, den man nur aus Familiengründen mitnehmen würde, passt hier nicht so gut hinein.

Praktischerweise sollte die Teilnehmerzahl einstellig, maximal sehr niedrig zweistellig sein, denn sonst wird die restliche Planung unnötig verkompliziert, weil man als JGA längst nicht mehr überall willkommen[2] ist. Am einfachsten ist es, wenn man sich die Handynummern von allen besorgt und damit eine Whatsapp-Gruppe eröffnet. So können alle miteinander kommunizieren und man spart eine Menge Zeit.

3. Zu viele Köche verderben den Brei

Viele, sehr viele solcher JGA-Whatsapp-Gruppen beginnen mit Worten wie „bitte euch um Vorschläge“. Ja, das kann man machen. Aber oftmals führt das dazu, dass die Planungsphase sich ins Unendliche zieht, weil jeder seinen Senf beitragen will. Hier sollte der Trauzeuge Nägel mit Köpfen machen – auch was das Datum anbelangt. Das bedeutet: Entweder gleich das Team mit einem durchdachten Plan vor vollendete Tatsachen stellen oder zumindest ein Grundgerüst vorgeben, an dem sich die Vorschläge orientieren sollten.

Für solche Mitmach-Aktionen muss aber unbedingt eine Deadline gesetzt werden. Danach zieht sich der Trauzeuge mit allen Ideen alleine zurück und erarbeitet einen Plan.

4. Nur Saufen ist langweilig

Viele Junggesellenabschiede haben nur einen roten Faden: Alkoholkonsum. Ganz so, als bekäme der Bräutigam gleich nach der Hochzeit für immer und ewig den Alkohol verboten. Sind wir ehrlich, es ist nicht so. In Wahrheit ist ein guter JGA ein fein austariertes Menü aus Action, Entdecken, Entspannen und Abfeiern. Was bringt die beste Tagesplanung, wenn die ganze Meute sich um 17 Uhr schon so abgeschossen hat, dass jegliche Koordination unmöglich wird?

Ergo sollte das Grundgerüst in etwa folgendermaßen aussehen:

Der Action-Teil. Das ist das Highlight, das hauptsächlich dem Bräutigam gewidmet ist. Hier haben also aktive Dinge Platz wie Paintball spielen oder auch geruhsamere Dinge wie eine Wanderung. Wichtig ist, dass es richtig nach der Nase des Bräutigams geht

  • Der Unterhaltungs-Teil bringt den Adrenalinpegel wieder etwas nach unten. Darunter fällt ein gemieteter Kinosaal mit der privaten Sondervorstellung ebenso wie Brauereibesuche, Weinproben oder Jam-Sessions.
  • Der Verpflegungs-Teil, bei dem sich das Team stärken  kann.  Hier sollte der Fokus auch wieder vornehmlich auf dem Bräutigam und seinen Geschmäckern liegen. Wenn er auf australische Burger abfährt, sollte ein solches Restaurant das Ziel sein. Je nach Lage kann dieser Teil aber auch schon in den nächsten übergehen, etwa wenn man dem männlichen Fleischfresser-Naturell[3] folgt und eine Grillparty veranstaltet.
  • Der Abfeier-Teil bildet gleichzeitig das Ende und den längsten Teil der Veranstaltung. Hier wird eskaliert. Dabei sollte man aber nicht zu sehr auf die klassische Kneipentour schielen, sondern eher auf ein stimmiges Gesamtbild zum restlichen JGA. Deshalb kann das Abfeiern auch ruhig im Rahmen einer privaten Feier stattfinden. Bei den geringen Teilnehmerzahlen ist die nämlich nicht nur günstig(er), sondern auch wesentlich einfacher geplant[4] – vor allem aber bleiben alle an einem Ort und man muss sich nicht mit den Unwägbarkeiten von JGA-Gruppen vs. Wirte, die sowas nicht wollen, herumplagen.

Idealerweise hält man sich an die aufgezeichnete Reihenfolge. Allerdings – und das ist das Knifflige – müssen ausreichende Zwischenzeiten eingehalten werden. Deshalb liegen die ganzen Termin-basierenden Dinge auch am Anfang. Nie vergessen: Man muss eine von Station zu Station unvermeidbar immer betrunkenere Männergruppe durch einen genauen Plan lotsen. Da ist es wichtig, Luft in alle Richtungen zu haben.

5. Trauzeuge extratrocken

Erinnert euch an die Hangover-Filme. Was passiert, wenn die ganze Meute sich ungeachtet ihres Gruppenstatus betrinkt? Genau, es passiert ein heilloses Chaos. Der Bräutigam und alle anderen Gäste dürfen gerne lostrinken – nur der Trauzeuge als Chef der Manege muss zumindest einen halbwegs nüchternen Status behalten, um den Überblick nicht zu verlieren. Keine Sorge, man kann lange trinken, ohne betrunken zu werden[5]:

  • Eine gewichtige Grundlage schaffen. Sprich, schon zum Frühstück richtig reinhauen und auch das Mittagessen nicht ausfallen lassen
  • Kein Schnaps, solange die Sonne noch scheint
  • Bei einem Getränk bleiben
  • Nicht mit den anderen exen, sondern gemächlich trinken
  • Zwischen zwei Bieren immer wieder ein Wasser konsumieren

Und im Zweifelsfall, bei einem sehr trinkfreudigen Team, hilft es auch einfach, wenn man der Bedienung einen diskreten Wink gibt, damit statt Whisky Apfelsaft im Glas landet. Wie gesagt: Man muss nicht stocknüchtern bleiben, aber zumindest so, dass man die Kontrolle über die Gesamtplanung behält.

6. Sei wie der KGB

Was haben wir aus allen Spionagefilmen gelernt, in denen der KGB eine Rolle spielte? Genau, wer die Klappe halten kann, gewinnt. Und ganz ähnlich (wenngleich ohne Schalldämpfer-Pistolen) sieht es beim Junggesellenabschied aus. Da ist jeder, der eingeweiht ist, ein potenzielles Leck, das die Operation gefährden kann. Genau deshalb sollte der Kreis der Mitwisser so klein wie möglich gehalten werden – und jeder muss nur das wissen, was er für seine Rolle im JGA zwingend benötigt.

Wer als Trauzeuge also bei den Eltern Vorlieben des Bräutigams erfragt, sollte nicht sagen, wofür. Wer der Braut einen Wink gibt, dass sie darauf achten soll, dass der Bräutigam samstags um zwölf zuhause sein soll, sollte ihr nicht gleich den ganzen Schlachtplan verraten – denn Frauen können wandelnde Leaks sein[6]. Im allerbesten Fall weiß der Bräutigam selbst auf der Party, als letztem Punkt, immer noch nicht, ob nicht doch noch was kommt.

7. Keine peinlichen Situationen

Eine letzte Regel gilt sämtlichen, nennen wir es „Shows“. Für das Team mag es ein riesen Spaß sein, zu sehen, wie der Bräutigam von einer Stripperin noch weiter ausgezogen wird, als sie selbst. Aber: Sowas ist absolute Geschmackssache. Nicht jeder „muss“ sowas bei seinem JGA unbedingt dabei haben, nur weil es Standard ist. Daher sollte unbedingt abgeklärt werden, ob „er“ überhaupt Interesse an sowas hat – denn mit etwas Pech hängt wegen solch einer Eskapade der Ehesegen schon schief, bevor sie richtig angefangen hat.

Quelle:

www.mann.tv

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